Kultursommereröffnung, 7. Juli

 

 

 

 

 

 

 

Unter den drei „gemeindeeigenen“ Blasmusikkapellen des Traunseeemarktes, die heuer das Eröffnungskonzert zum Kultursommer 2017 – diesmal aus Platzgründen und wegen Nichtbenützbarkeit des Schlosses Ebenzweier im Kongresshaus Toscana – bestritten, war neben der Marktmusik Altmünster und des MV Reindlmühl auch die Ortsmusik Neukirchen unter Kapellmeister Manfred Röhrer vertreten und legte eine beeindruckende Performance mit solistischen Beiträgen vor.

Zum Auftakt des Konzertabends erklang von 160 Instrumentalisten die „Hymne an Altmünster“, die der ehemalige Kapellmeister der Marktmusik Hans Schlipfinger komponiert hat und die eine hörenswerte harmonische Hommage an den Traunseemarkt war.

Die Neukirchner, in beachtlicher Stärke von 70 Akteuren, boten ein sehr anspruchsvolles Programm, das mit akkuraten Soloauftritten von vier Bläsern getopt wurde. Begonnen hat unser Konzertauftritt mit der famosen „Black-River-Ouvertüre“ von Thomas Doss, wobei die mit diffizilen rhythmischen Passagen versehene Piece an alle Register große Anforderungen stellte und die Darbietung musterhaft gelang. Harald Nussbaumer (Tenorhorn) und Christian Lindenbauer (Flügelhorn) waren dann die solistischen Akteure in dem Stück „Von Freund zu Freund“ und gaben dabei ihre Solis fugenlos aneinander weiter. Und noch einmal kamen zwei exzellente Musiker zu solistischer Brillanz: Christoph Moser (Flügelhorn) und Christoph Fröhlich (Saxophon) nahmen bei „Children of Sanchez“ die Chance wahr, ihr instrumentales technisches Können mit gefühlvoller Wiedergabe der empathischen Melodien zu zeigen. Ihr Zusammenspiel auch in sehr diffizilen Passagen mit dem Orchester war einfach makellos. Alles in allem war der Auftritt der Solisten eine musikalische Offenbarung. Dementsprechend auch der Applaus, der selbstredend auch dem sehr unaufdringlich begleitenden Orchester galt.

Die ersten beiden Konzertteile gestalteten der Musikverein Reindlmühl (Thomas Wiesenberger) mit der „Continental-Fanfare“, der Ouvertüre zu „Gasparone“ und dem Marsch „Gruß aus dem Oberaurachtal“ von Hans Spiessberger.

Die Marktmusik Altmünster (Manfred Trawöger am Dirigentenpult) versetzte die Zuhörer mit einer in einem wahren Höllentempo abgespulten Ouvertüre zu „Carmen“ in begeisterten Beifall, ließ schwungvoll deinen unbekannten Marsch „Gigantic“ von Julius Fucik hören und war dann ganz lyrisch mit „Omens of Love“ zu hören.

Zu den drei Schlussmärschen versammelten sich alle drei Musikkapellen nochmals gemeinsam auf der Bühne bzw. aufgeteilt im Saalgeviert – erst da wurde man gewahr, welch personelles Potenzial die drei Klangkörper zu bieten haben und welches Interesse die lokale Blasmusikszene bei Jung und Alt hat.