80. Geburtstag von Pfarrer Josef Mascherbauer

 

 

 

 

 

 

 

Neukirchens Pfarrer Josef Mascherbauer – seit 44 Jahren Seelsorger in der Aurachtalpfarre – feierte Ende Februar 2018 seinen Achtziger. Das konnten und wollten die im Pfarrleben integrierten Ortsvereine, der Pfarrgemeinderat und die Gemeinde Altmünster nicht ohne Gratulationscour vorübergehen lassen, hatte sich doch Josef Mascherbauer in seiner langen Amtszeit seit 1974 sehr viele Verdienste um ein funktionierendes Gemeinschaftsleben erworben, wird von den Pfarrangehörigen geschätzt. Er hat sich auch um die Pflege und die Erhaltung der pfarrlichen Einrichtungen und Bauten sehr bemüht.

Der Musikverein Neukirchen gestaltete die Festmesse, die der Jubilar selbst zelebrierte (unwissend, dass er nach dem Gottesdienst selbst im Mittelpunkt einer Gratulation stehen wird) und unter Kapellmeister Manfred Röhrer MA mit erlesenen Chorälen aufwartete. Vizebürgermeister RR Franz Spiesberger (auch als Verantwortlicher des Pfarrcaritas-Kindergartens), Bürgermeisterin NR Elisabeth Feichtinger, Hans Moser für den PGR, Hermine Wolfsgruber für die Goldhaubengruppe, Sepp Leitner (KB), die Ortsfeuerwehr fanden sich im Altarraum ein, um ihre Gratulation vorzubringen, Geschenke zu übergeben. Anschließend setzte sich der Gratulationsreigen am Ortsplatz fort und sich auch der Musikverein mit Marschmusik und einer Ehrengabe (Obmann Martin Thalhammer), der Schützenverein (der auch einen Ehrensalut abfeuerte) und die Mitglieder der Dreikönigsreiter-Gruppe (die auch schon bei der Festmesse gesungen hatten) in die Gratulantenschar einfügten. Das Händeschütteln wollten an diesem kalten, aber sonnenbeglänzten Sonntag kein Ende nehmen und war sozusagen auch die symbolhafte Geste für die Achtung und Verehrung derer sich Josef Mascherbauer auch nach dieser langen Amtszeit noch erfreuen darf.

Aus der Vita des Jubilars
und seine Leistungen für die Pfarre Neukirchen

Josef Mascherbauer wurde 1938 als fünftes und jüngstes Kind einer Bauernfamilie im Mühlviertel geboren, absolvierte das Petrinum und die Theologische Hochschule in Linz, wurde 1962 zum Priester geweiht. Nach etlichen Provisorstellen und als Kaplan in Windischgarsten bewarb er sich um die Pfarre Neukirchen, wurde 1974 daselbst installiert. In dieser langen Zeit lernten ihn die Pfarrmitglieder als persönlich bescheidenen, umgänglichen Priester kennen, der stark in seinem Wirkungsort Wurzeln geschlagen hat und sich besonders der Alten, Kranken und von schweren Schicksalen Betroffenen annahm und zu diesen auch wegen seiner ruhigen Mentalität rasch Zugang und Akzeptanz fand. Auch im Aurachtaler Vereinsleben war Pfarrer Mascherbauer fest eingebunden und die Marktgemeinde Altmünster honorierte sein ersprießliches Wirken mit der Verleihung des Ehrenringes.

Die sprichwörtliche Sparsamkeit des Pfarrers ermöglichte es der Pfarrgemeinde, schrittweise viele Investitionen und Verbesserungen an der kirchlichen Infrastruktur vorzunehmen. Außenrenovierung der Kirche mit Neusetzung des Turmkreuzes (1984), ein Jahr später folgte die Innenrenovierung samt Erneuerung der Empore, im Jahre 2000 die Boden- und Kirchenbank-Erneuerung samt Erweiterung des Altarraumes. Ein besonderes Anliegen war dem Pfarrherrn auch die Renovierung des aus den sechziger Jahren stammenden Kreuzwegs von Sepp Moser. Eine große organisatorische und finanzielle Herausforderung war aber die völlige Schindel-Neueindeckung des Turmdaches und des Kirchenbaues (2014). Bis 2017 war Josef Mascherbauer auch Verantwortlicher für den Pfarrkindergarten.

Noch bis September Pfarrer, dann Seelsorger

Vizebürgermeister Franz Spiesberger konnte seine Gratulation mit der erfreulichen Mitteilung für die Kirchengemeinde abschließen, dass nach Mitteilung der Diözesanleitung Konsistorialrat Josef Mascherbauer noch bis September 2018 als Pfarrer verantwortlich bleiben wird, danach aber weiterhin – seinem persönlichen Wunsch entsprechend – als Seelsorger den Neukirchner erhalten bleibt. Wozu ihm der Herrgott auch die notwendige Gesundheit schenken möge, war der einhellige Wunsch der großen Gratulantenschar!

Fotos und Bericht von Erwin Moser